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Dez 27 / admin

Gebraucht-Allrader Check: Legacy II – Brot- und Butter-Allrader mit viel Charme

 

Kernigere Linie als der Vorgänger: Hier das Topmodell 2.5GX

Der erste Legacy mit dem schrägen Kürzel BC / BJF war schon ein reichlich cooles Auto gewesen – für Subaru sicherlich ein echter Meilenstein. In viele Ländern war das belohnt worden – in der Schweiz etwa galt ein Subaru Legacy jetzt als annähernd standesgemäß, in Österreich auch.
Wäre er doch nur etwas repräsentativer gewesen….
1994 war es schließlich soweit: 5 Jahre nach Legacy I launchte Subaru den zweiten Legacy [BD/BG] und sollte damit in völlig neue Sphären vorstoßen. Obwohl kaum substanziell größer wirkte der Wagen mit seiner stärker konturierten Kotflügeln nun größer und repräsentativer.

Das Heck, das keiner will…

Im Laufe seiner Bauzeit ergänzte Subaru die verfügbaren Motorisierungen um eine 2.5 Liter-Version. Mit dieser gab es das Top-Modell auch mit einem aufwendigen höhenverstellbaren Fahrwerk mit Luftfederung – ganz ähnlich dem, für das sich Audi später im Allroad Quattro feiern lassen sollte. Aber in diesem Segment war der Legacy schon längst zuhause zu dieser Zeit.
Und nicht nur das: Subaru stieß sogar bereits ins Cross-Over Segment vor mit dem Fahrzeug, das zunächst Legacy Outback hiess und später nur noch Outback: Ausgestellt Kotflügel, ein höhergelegtes Fahrwerk und ein wenig OffRoad Kriegsbemalung schufen hier mit einfachen Bordmitteln eine Fahrzeugkategorie, die viele Nachahmer finden sollte. [Fair betrachtet hatte AMC dieses Segment Jahre zuvor mit dem Eagle eröffnet - aber das ist eine andere Geschichte].

Speziell die Top-Ausstattungen sind innen sehr wohnlich

Wer sich heute einen solchen Allrader zulegen möchte, findet mit ihm immer noch einen treuen Partner, auch wenn die ältesten Modelle bereits auf die 20 zugehen. Viele Leute haben die Kombis schwer misshandelt, andere halten sich ältere Legacys gerne als Winterauto, das den Sommer in einer Garage verbringt. Hinzu kommen normalerweise gigantische Laufleistungen – 200.000KM auf dem Tacho scheinen gerade genug, um einen Legacy so richtig warm zu fahren – einzige Ausnahme: der 2.5er dieser Generation [150PS] hat zwar den wohl traumhaft ruhigsten Boxermotor, den man sich nur wünschen kann, darüber hinaus tritt er kräftig an, auch wenn noch ein dicker Wohnwagen hinten dran hängt – aber die Zylinderkopfdichtungen haben so manch einen 2.5er früh versterben lassen. Kritisch: Der Subaru Legacy Allrader hat zwar eine Temperatur-Anzeige – ein Warnleuchte jedoch hat er nicht – und so fuhren manche 2500er Legacys ins Unglück mit ihrer Zylinderkopfdichtung.
Alles andere am Legacy gilt als unkaputtbar – es gab Rost hier und da – aber unten rum ist der Legacy schon teilverzinkt. Dennoch: Der gemeine Kombi, im Wintersalz betrieben, hier und da einen Kratzer abbekommen…. Unten rostet er doch…
Auch sonst spricht vieles für den Legacy Allrader der Jahre 94 bis 99. Der Wagen fährt sich auch heute noch komfortabel und leise. Die zwei Liter Version ist die ökonomischere, der 2.5er der Bär – schon deshalb eignet sich der 2er auch nicht so besonders für die Automatik, die Subaru angeboten hat.

Auch auf der Autobahn gut dabei: 200 KM/H sind drin, 11 Liter müssen es allerdings schon sein…

Bei den Schaltgetrieben muss man testen, ob der Hill Holder vernünftig löst. Die an sich simple Kugel-Mechanik ist unanfällig, aber 15 Jahre und 300.000 Kilometer machen die Mechanik eben nicht neuer.
Die Bremsen sind besser als beim Vorgänger, verschleißen mit Automatik aber recht früh.
Billig ist die Limousine – die wollten neu schon nur etwa 9% der Subaru-Kunden haben, gebraucht vielleicht noch 0,9… wer einen Legacy kauft, will eigentlich einen Kombi.

Der Legacy ist ein Top-Langläufer

Dennoch entsteht hier natürlich eine coole Marktlücke: Diese Fahrzeuge werden häufig von Rentnern bewegt, die im Westerwald auch bei 6000 Kilometern Jahresfahrleistung immer durch den Schnee kommen wollen: Das bedeutet für den Gebrauchtwagenkäufer – jede Menge Inspektionen und das zum teilweise halben Preis einen vielleicht viel verschlisseneren Kombis…
Speziell, wer den Legacy tatsächlich nur als Winterauto wählt, kann mit der Limousine daher sehr glücklich werden.
Mit 300.000 Kilometer drauf und einem Jahr Tüv bekommt man Legacys ab 500€ – gute Modelle werden immer noch für 4000€ gehandelt und sind das auch wert.
Das Topmodell kommt zudem mit reichlich Ausstattung daher: Klimaautomatik, Leder, Automatik, 2 Schiebedächer…. Immer noch sehr cool.
Und ausreichend Platz für 5 hat der Subaru auch.
Echte Legacy Freaks sagen, dass dieser Legacy in der Summe seiner Eigenschaften der beste war – wir finden das nicht ganz, aber saugut war er allemal.



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